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ASF Kaiserslautern.

Nachrichten zum Thema Allgemein :

Alle Jahre wieder!

Alle Jahre wieder - kommt nicht nur vielleicht das Christuskind, sondern auch irgendeine Wahl. So brachte uns die diesjährige Vorweihnachtszeit die Listenaufstellung für die Kommunalwahlen im Juni 2009. Und wie immer, wenn eine Wahl naht, stehen die Verantwortlichen vor den Listen und sagen: Uuups, wir haben ja gar keine Frauen! So als ob Wahlen von Himmel fallen würden wie in Hessen. So als ob Volksparteien nicht langsam aber sicher um das Volk werben müssten.

Kaiserslautern ist eine der ganz wenigen Städte, deren Listen satzungsgemäß sind. Die Satzung der SPD sieht eine 40-prozentige Geschlechterquote (keine Frauenquote!) vor. Insbesondere der SPD-Stadtverband hat hier eine Meisterleistung hingelegt - Verzeihung Meisterinnenleistung! Die Liste ist zu 100% satzungsgemäß. Listen sollen die Bevölkerung widerspiegeln. Sie sollen die Wählbarkeit erhöhen, indem sie Vertreterinnen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen aufnehmen. Das ist hier in Kaiserslautern gelungen. Die SPD ist eine Volkspartei, daher sollte sie auch das Volk vertreten. Und das Volk ist zu mindestens 50% weiblich.

Nicht überall jedoch hat man das begriffen. Kommentar eines UB-Vorsitzenden aus der Vorderpfalz mit katastrophal unquotierter Liste: "wir müssen doch einen Regionalproporz einhalten, es geht doch darum, dass wir Wahlen gewinnen".

Eben, lieber Genosse, eben. Denn die SPD hat den stärksten Zuwachs bei den WÄHLERINNEN. Und die KANDIDATINNEN auf Listen haben in der Regel meist mehr Personenstimmen als die männlichen Kandidaten.

"Mit Frauen punkten" ist das Motto der Landes-SPD. In Kaiserslautern hat man schon den Weitblick, um mit Frauen Wahlen zu gewinnen; in anderen Regionen leider noch nicht. Hier werden die Frauen stattdessen mit dummen Sprüchen zur Quote vergrault.

Schön, im UB Kaiserslautern zu leben!

Veröffentlicht am 05.10.2008

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